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Die ReichstagLsession von 1886-87.
mir denken, daß Leuten, die eine Aenderung der Zuständebei uns wünschen — zum Beispiel die polnischen Be-strebungen —, daß denen mit einem Kriege gegen Ruß-land gedient wäre; aber sie könnten doch nur dann eingünstiges Resultat davon hoffen, wenn der Gegner Ruß-lands stärker wäre. Wenn Rußland siegt im Kriegewegen der Schwäche seiner Gegner, weil diesen die Mittelfehlen, deren Bewilligung wir heute von Ihnen verlangen,dann, glaube ich, würde es den Polen noch viel schlechtergehen in den preußischen und österreichischen Provinzenals heutzutage (sehr richtig! rechts), wenn also Galizienoder das Großherzogtum Posen dem Weichselgouver-nement zugeschlagen würde; — das wäre ungefähr derKampfpreis, den die Polen in diesem Kriege davon-tragen könnten, wenn sie auf die Schwächung Deutsch-lands hinarbeiten.
Die „Germania" sagt ferner am 29. August:
Und dieser Gedanke, ob die Lage Europas der-artig sei, daß man den Frieden fort und fortdurch Trinkgelder an Rußland, und zwar oftdurch sehr beträchtliche, erkaufen müsse — dieserGedanke macht sich fort und fort immer deut-licher in der Presse geltend. So heißt es z. B.in dem sehr regierungsfreundlichen „HamburgerKorrespondenten".
Nun, die Regierungsfreundlichkeit des „Hamburger Korre-spondenten" kennen wir. Wenn ein Blatt wie die „Ger-mania" so bemüht ist, den Russen Feinde zu schaffenund zwischen Rußland und dem jetzigen deutschen Kaiser-tum Feindschaft zu stiften, so drängt sich einem ganzunwillkürlich die Frage ans: würde die „Germania"ebenso eifrig dahin arbeiten, wenn Rußland ein katholisches