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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Versperrung der Strasie nach Konstantinopel.

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In letzter Instanz könnte vielleicht sogar Frank-reich gewonnen werden, da letzteres an sich dieStärkung der christlichen Mittelstaaten auf derBalkanhalbinsel nur wünschen und fördern kannund bloß durch die Aussicht auf ein russischesRevanchebedürfnis zu einer anderen Politik ge-trieben werden könnte, einer Politik, die ja aberdoch jener obigen Kombination gegenüber aus-sichtslos wäre.

Das ist ein Irrtum, auf Frankreich ist in dieserBeziehung nicht zu rechnen; Frankreich wird nichts thun,wodurch es sich mit Rußland in Nngelegenheiten bringenkann; und solche Insinuation zeugt eben nur von derUnkenntnis der politischen Lage und dem Mangel anllrteilskraft in europäischen politischen Fragen.

Wir glauben also, ein großer Moment ist jetztwieder einmal für den deutsch-österreichischen Bundgekommen — die Versperrung der Straße nachKonstantinopel gegen Rußland ist möglich.

Also dazu sollen wir deutsche Truppen hergeben, umden Russen die Straße nach Konstantinopel zu versperren?Wenn wir nicht mit Rußland zusammengrenzten, so wiirdeschon jedermann eine Absurdität darin finden. Sollenwir auf Schiffen 100000 Mann nach Konstantinopelbringen und die Russen zurückhalten? Das würde unskeiner zumuten, einen Krieg in so weiter Ferne zu führen.Dadurch aber, daß wir mit Rußland 200 Meilen offeneGrenze haben, wird die Frage eine viel ernstere undschwerere, als wenn wir von Rußland so weit ab wohntenwie England. England kann sich mit Rußland schlagen,ohne daß es zu befürchten braucht, daß es in Englandselbst in einer irgendwie ernsthaften Weise durch russische