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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
Entstehung
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Die Neichstagssesswn von 1880—87.

Haupt bisher kennen zn lernen. (Hört! hört! — Be-wegung.) — Ja, meine Herren, Sie unterschätzen dieGeschäfte, die ich habe. Außerdem muß ich sagen, daßmir der Kommissionsbericht, und damit die Möglichkeit,ihn kennen zu lernen, nicht früher zugegangen ist, alsheute früh im Bette; da habe ich ein Konvolut von64 gedruckten Seiten erhalten, und ich habe seitdem nichtdie Möglichkeit gehabt, dasselbe durchzulesen; ich habeeine Menge anderer Nebengeschäfte, das werden Sie mirzugeben (Heiterkeit), außerhalb meiner Neichstagsthätig-keit. — Also der Gedanke, die Kommission und vor allemden von mir verehrten Herrn Referenten anzngreifen, hatmir ganz außerordentlich fern gelegen.

Was der Herr Referent sonst angeführt hat, daßich eine Kritik über die Gegner gefällt hätte, das beruhtja doch ans einzelnen Meinungsverschiedenheiten. Wasist Wehrhaftigkeit? und wann ist Wehrhaftigkeit vorhan-den? Ist darüber die Kommission oder der Generalstabhier die entscheidende Behörde? Wenn der Herr Referentuns sein Referat gemacht hätte mit einem Artikel 1 inder Tasche, der in dem Entwurf weggefallen ist, dannhätte das Ding mehr Hand und Fuß. Aber was istdenn das Referat? Es ist ja die Schuld von niemand;es ist die Schuld der Divergenz der Ansichten, daß derKopf, das eigentlich Entscheidende der Vorlage, gar nichthier zu unserer Entschließung kommt. Darüber kann ichaber dem Herrn Referenten und auch selbst der Kom-mission gar keine Vorwürfe machen; denn ich kann dieKommission von der Notwendigkeit, heterogen zusammen-gesetzt zu sein, die in der Zusammensetzung des Reichs-tags liegt, nicht befreien. Also das ist ein Unglück, aberkein Vergehen. (Heiterkeit rechts.)