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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
Entstehung
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Ankündigung der Auflösung.

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desavouiert und zu seiner Zersetzung Mitwirken will,dem er die letzten 30 Jahre seines Lebens gewidmet hat,der Schöpfung des deutschen Heeres und der Schöpfungdes deutschen Reiches. Wenn Sie das glauben, wennSie irgend durch Ihr Verhalten uns die Ueberzeugunggeben, daß Sie dahin streben, wenn Sie nicht durcheine baldige und vollständige Annahme unserer Vorlagedie Sorge der verbündeten Regierungen um die Wehr-haftigkeit Deutschlands befriedigen, dann ziehen wir esvor, die Unterhandlungen mit einem anderen Reichstage,als den ich hier vor mir sehe, mit Aussicht auf mehrErfolg fortzusetzen. (Bravo.) Und dieser Entschluß liegtseiner Ausführung sehr viel näher, als Sie annehmen.Wir werden uns nicht auf lange Verhandlungen mehreinlassen, sondern die Gefahr, in die wir das deutscheVolk durch Verschleppung und Verzögerung möglicher-weise setzen können — ich sage nicht: notwendigerweise —wird uns zwingen, darüber bald eine Gewißheit zu habenoder bald mit anderen Leuten zu reden, die uns Gewiß-heit geben. (Lebhaftes Bravo.)

Nun erst fand der Berichterstatter Frhr. von Huene Ge-legenheit, den Z 2 der Vorlage — die Neuformationen von Kadres,abgesehen von der Präsenzziffer, betreffend, zur Annahme zu em-pfehlen. Er nahm dabei die Kommission in Schutz gegen die Vor-würfe, welche in den Ausführungen des Reichskanzlers lägen. Diegroßen Parteien des Hauses seien bereit, der Regierung die Mittelzu bewilligen; strittig sei nur die Zeitfrage. Fürst Bismarckentgegnete:

Der Herr Referent ist im Irrtum, wenn er an-nimmt, ich hätte die Absicht gehabt, die Kommission an-zugreifen und speziell den Herrn Referenten. Ich bindazu um so weniger im stände gewesen, als es mir nichtmöglich gewesen ist, den Bericht der Kommission über-