Streben nach PhnntasiegebUden.
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sein kann. Wer bürgt uns denn dafür, daß eine Majo-rität, die sich auf so heterogene Weise zusammensetzt wiedie jetzige, eine dauernde sein werde? Daß die Fixierungder Präsenzstärke von der jedesmaligen Konstellation undStimmung des Reichstags abhängen sollte, das ist eineabsolute Unmöglichkeit. Streben Sie doch nicht nachsolchen Phantasiegebilden, meine Herren! (Bravo! rechts.)Ohne unser deutsches Heer, eine der fundamentalstenHaupteinrichtungeu und Grundlagen, ohne das Bedürfnisder gemeinsamen Verteidigung gegen auswärtige Angriffe,wäre der ganze Bund, auf dem das Deutsche Reich beruht,gar nicht zu stände gekommen. Vergegenwärtigen Siesich das immer, wenn Sie diese Hauptbedingung seinerExistenz ihm unter den Füßen wegziehen und es gefährden;denn geschützt sein wollen wir alle, auch Ihre Wähler,— rechnen Sie darauf!
Der Versuch, der mit diesen Anträgen gemacht wordenist, den Stand des Heeres von den wechselnden Majori-täten und den Beschlüssen des Parlaments abhängig zumachen, also — mit andern Worten — aus dem Kaiser-lichen Heer, das wir bisher in Deutschland haben, einParlamentsheer zu machen, ein Heer, für dessen Bestandnicht Se. Majestät der Kaiser und die verbündeten Regie-rungen, sondern die Herren Windthorst und Richter zusorgen haben (Heiterkeit links), wird nicht gelingen. Mitanderen Worten: dieses Streben, wenn Sie es haben,liegt ganz außerhalb aller Möglichkeit, und die Tat-sache, die bei diesen Verhandlungen zur Kenntnis ge-kommen, daß es bei uns Leute gibt, die danach streben,die das für möglich halten, verpflichtet uns allein schon,über diese Frage an das Volk, an die Wähler zu appel-lieren, ob das wirklich die Meinung der Wähler ist. —