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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Die Reichstagssession von 1886—87.

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antwortung für die Möglichkeit des Eintritts solcherZustände zu übernehmen. Die verbündeten Regierungensind es ganz sicher nicht; die werden die Verantwortlichkeitdafür nicht tragen. Die verbündeten Regierungen haben— nach dem Eingang zur Bundesverfassung ist der obersteZweck des Bundes der Schutz des Bundes und desBundesgebietes — sie haben dem Volk gegenüber dieVerantwortlichkeit dafür, daß dieser Schutz jederzeit vor-handen sei; der kann nicht improvisiert werden je nachdem Belieben einer parlamentarischen Majorität durchein Budgetvotum, der muß dauernd vorhanden sein, derist eine fundamentale Institution unserer deutschen Ein-richtungen. (Bravo! rechts.) Und die verbündeten Re-gierungen sind fest entschlossen, die Verantwortung dafürnicht zu tragen, sondern sich mit dem vollen Gewichtihrer Autorität und ihrer verfassungsmäßigen Rechtedafür einzusetzen, daß Deutschland nicht minder geschütztbleibe, als es seinen Kräften nach sein kann. Das, waseinstweilen nach dem militärischen Urteil für diesen Zweckals Bedürfnis bezeichnet worden ist, sind 40 000 Mannzur Verstärkung der Grenzbesatzungen gegen den erstenAnlauf und eine Steigerung der Zahl ausgebildeter Sol-daten, die wir im Lande haben, um jährlich etwa 10000Mann; also in der Dauer eines Septennats um beinahe120000 Mann, in der Dauer der zwölfjährigen Dienstzeitum beinahe 200 000 Mann. 100 000 Mann sind eineArmee, und wenn der Krieg später ausbricht, so sind wirum so viel stärker; es ist ein Gewicht, das einen Kriegund die entscheidende Schlacht seinerseits zu entscheidenvermag, ob wir 100 000 Mann mehr haben. WollenSie die Verantwortlichkeit dafür tragen, daß dies Gewichtnicht zur Verfügung sei? Wir wollen es nicht, und ich