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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
Entstehung
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Der Krieg von 1870 ein Kinderspiel. 297

Zweifel an Dänemark verlieren. Uns in Polen lästigeund erschwerende Bedingungen aufzuerlegen ist so langerecht schwierig, als man nicht mit Rußland einverstandenist, und dieses Einverständnis, glaube ich, liegt sehr fernfür Frankreich. Aber man könnte doch uns immerhindie Bedingung aüferlegen, daß Frankreich Garant der-jenigen Rechte ist, welche der König von Preußen seinenpolnischen Unterthanen zu gewähren hat. Man könntein dieser Garantie noch weiter gehen nach anderen Rich-tungen.

Ich will das nicht weiter verfolgen; ich will Ihnenbloß die Möglichkeit schildern, der wir bei einem unglück-lichen Kriege ausgesetzt sind. Halten Sie das für über-trieben? Meine Herren, Sie kennen die Zukunft dochnicht; was die Entschließungen eines supponierten fran-zösischen Siegers sein würden, das können Sie dochunmöglich wissen. Wir würden, wenn wir jetzt vonneuem von Frankreich angegriffen würden und uns nochüberzeugen müßten, daß wir nie und unter keinen Um-ständen Ruhe haben, ähnlich verfahren, wenn wir wiederals Sieger in Paris sind. Wir würden uns bemühen,Frankreich auf 30 Jahre außer Stand zu setzen, uns an-zugreifen, und uns in den Stand zu setzen, daß wir gegenFrankreich mindestens für ein Menschenalter vollständiggesichert sind. Der Krieg von 1870 würde ein Kinder-spiel sein gegen den von 1890 —ich weiß nicht, wann— in seinen Wirkungen für Frankreich. (Bravo!) Alsodas wäre auf der einen Seite wie auf der anderenSeite das gleiche Bestreben; jeder würde versuchen ckosaiZnor a stta.no.

Nun, meine Herren, ich kann mir danach nichtdenken, wer überhaupt sich stark genug fühlt, die Ver-