Wir werden Frankreich niemals angreifen.
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gekonnt hätten; aber es wäre doch ebenso gut möglichgewesen, wenn der Kaiser Napoleon srüher gestorbenwäre, daß der Krieg uns ganz erspart geblieben wäre.
Also das führe ich nur an, um meine Ueberzeugungzu begründen und auch anderen im Auslande glaublichzu machen, daß wir Frankreich niemals angreifen werden.Wenn die Franzosen so lange mit uns Frieden haltenwollen, bis wir sie angreifen, wenn wir dessen sicherwären, dann wäre der Friede ja für immer gesichert(Lebhafter Beifall.) Was sollten wir denn von Frank-reich erstreben? sollten wir noch mehr französisches Landannektieren? Ich bin schon — ich muß das aufrichtigsagen — 1871 nicht sehr geneigt gewesen, Metz zunehmen, ich bin damals für die Sprachgrenze gewesen.Ich habe mich aber bei den militärischen Autoritätenerkundigt, bevor ich mich endgiltig entschloß. Es mar— wenn Sie mir diese historische Episode verstattenwollen — Herr Thiers, der mir sagte: „Eins könnenwir nur geben, entweder Belfort oder Metz; wenn Siebeide haben wollen, dann wollen wir jetzt nicht Friedenschließen." Ich war damals sehr in Sorge vor derEinmischung der Neutralen und hatte mich schon seitMonaten gewundert, daß wir nicht einen Brief von diesenbekamen. Ich wünschte dringend, daß Thiers nicht ge-nötigt werden sollte, nach Bordeaux zurückzugehen, umvielleicht den Frieden wieder rückgängig zu machen. Ichhabe mich darauf mit unseren militärischen Autoritätenund namentlich mit meinem vor mir sitzenden Freundebesprochen: können wir darauf eingehen, eins von beidenzu missen? — und habe darauf die Antwort erhalten:Belfort ja! Metz ist 100 000 Mann wert; die Frage istdie, ob wir 100 000 Mann schwächer sein wollen gegen