Was ist uns Bulgarien?
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wird, — das wiederhole ich hier; ich wiederhole alles,was ich früher mit dem viel gemißbrauchten und tot-gerittenen Ausdruck von den Knochen des pommerschenGrenadiers gesagt habe: die ganze orientalische Frage istfür uns keine Kriegsfrage. Wir werden uns wegendieser Frage von niemand das Leitseil um den Halswerfen lassen, um uns mit Rußland zu brouillieren.(Bravo! rechts.) Die Freundschaft von Rußland ist unsviel wichtiger als die von Bulgarien und die Freund-schaft von allen Bulgarenfreunden, die wir hier bei unsim Lande haben. (Heiterkeit rechts.)
Ich kann also wohl sagen, die Hoffnung, die ich audas Gelingen des Bestrebens knüpfte, die drei Kaiser-mächte wieder zu einigen, welche ich zuerst faßte, als eserreicht war, die Monarchen hier in Berlin im Jahre1872 zusammenzubringen, — die hat sich insoweit ver-wirklicht, daß wir weit entfernt sind von der Wahr-scheinlichkeit, mit Oesterreich oder mit Rußland in Han-del zu kommen; es liegen gar keine direkten Motive vor,die unseren Frieden mit diesen beiden gefährden könnten.Aber der Schutz, den der Frieden durch diese Verbindungzu dreien — ich möchte sagen, durch das trianguläreCarrs, welches die drei Kaiserreiche unter sich formieren,wenn der Ausdruck nicht unsinnig wäre — gewinnt, isteben stärker zu dreien als zu zweien, — und dieSchwierigkeit der Aufgabe liegt nicht darin, unserenFrieden mit Oesterreich oder Rußland zu erhalten, son-dern den Frieden zwischen Oesterreich und Rußland.Dort liegt die Sache anders. Es gibt wirklich rivali-sierende und miteinander konkurrierende Interessen, diediesen beiden, unseren Freunden, die Erhaltung desFriedens unter sich schwieriger machen, als es für uns