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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Friede mit Rußland.

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der früheren Freundschaft der drei großen östlichen Höfehaben wir nicht bloß die Aussöhnung mit unseremfrüheren Gegner, sondern auch die Neubegründung derFreundschaft zwischen den jetzigen drei Kaisermächten alsunsere Ausgabe betrachtet. Unsere eigenen Beziehungenzu Rußland waren dabei nicht schwierig. Unsere Freund-schaft mit Rußland hat in der Zeit unserer Kriege garkeine Unterbrechung erlitten und ist auch heute über jedenZweifel erhaben. (Hört! hört!) Wir erwarten von Ruß-land durchaus weder einen Angriff, noch eine feind-selige Politik. Wenn ich das so unbefangen aus-spreche, so kann ich der Vorlage dadurch möglicherweisedie Stimmen der polnischen Abgeordneten entfremden,die sonst ja doch ganz gewiß für die möglichste Stärkungder deutschen Macht gegen russische Angriffe stimmenwürden, da sie bei einem russischen Siege nichts zu er-warten haben. Aber ich muß doch der Wahrheit dieEhre geben und sagen: alle die Motive für die Vorlage,die man aus unseren Beziehungen zu Rußland entnommenhat, sind nach meiner politischen Auffassung hinfällig.Wir leben mit Rußland in derselben freundschaftlichenBeziehung wie unter dem hochseligen Kaiser, und dieseBeziehung wird unsererseits auf keinen Fall gestört werden.Was hätten wir denn für ein Interesse, Händel mitRußland zu suchen? Ich fordere jeden heraus, mir einsnachzuweisen. Die bloße Rauflust kann uns doch un-möglich dazu bringen, mit einem Nachbar, der uns nichtangreift, Händel zu suchen. Solchem barbarischen In-stinkte sind die deutschen Negierungen und die deutschenpolitischen Auffassungen unzugänglich. Also unsererseitswird der Friede mit Rußland nicht gestört werden, unddaß man uns von russischer Seite angreifen werde, glaube