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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Sechzehn Jahre Friedenspolitik.

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friedliebende Thätigkeit und ich sage das ebenso gutnach dem Auslande wie hier zu dem Reichstage - derKaiserlichen Politik in den letzten 16 Jahren.

Nach dem Frankfurter Frieden war unser erstesBedürfnis, den Frieden möglichst lange zu erhalten undzu benutzen, um das Deutsche Reich zu konsolidieren.Diese Aufgabe war keine leichte. Im Reichstage selbstist uns damals vorgehalten worden als ein Vorwurfüber die Ergebnisse unserer Politik weil wir denMut gehabt hatten, für Deutschlands Einigkeit zukämpfen, daß wir eine Situation geschaffen hätten,in der der nächste Krieg wahrscheinlich sehr nahe bevor-stehend sein würde. Man sprach damals von 4, 5, viel-leicht 3 Jahren, die es dauern würde, bis zum nächstenKriege. Meine Herren, es ist gelungen, wenn auch nichtohne starke Gegenströmungen zu überwinden, den Friedenseit 16 Jahren zu erhalten. Unsere Aufgabe haben wirzuerst darin erkannt, die Staaten, mit denen wir Krieggeführt hatten, nach Möglichkeit zu versöhnen. Es istuns dies vollständig gelungen mit Oesterreich. Die Ab-sicht und das Bedürfnis, dahin zu gelangen, beherrschtenbereits die Friedensverhandlungen in Nikolsburg imJahre 1866, und es hat uns seitdem nie das Bestrebenverlassen, die Anlehnung an Oesterreich wieder zu ge-winnen, die wir 1866 nur scheinbar und buchstäblichhatten, die wir jetzt in der Wirklichkeit vollständig besitzen.(Bravo! rechts.) Wir stehen mit Oesterreich in einemso sicheren und vertrauensvollen Verhältnisse, wie esweder ini deutschen Bunde trotz aller geschriebenen Ver-träge, noch früher im heiligen römischen Reiche jemalsder Fall gewesen ist (Bravo! rechts), nachdem wir unsüber alle Fragen, die zwischen uns seit Jahrhunderten