2öt> Die Landtagssession von 1886.
in Hagen nicht gewählt worden wäre. (Sehr-
richtig! rechts. Abgeordneter Richter: ist nicht wahr.)— Es ist ja ziemlich zweifellos, ich kann ja immer denBeweis antreten. Einer der hervorragendsten Führerdes Zentrums hat das in meiner Gegenwart einmal imReichstage dem Herrn Abgeordneten Richter ohne seinenWiderspruch vorgeworfen mit der Drohung, man würdeihm die Subsidien entziehen und dann würde er dasnächstemal für Hagen nicht erscheinen. Der Herr Ab-geordnete Richter hat bei dieser Abstimmung seine Lehns-pflicht zu leisten dem Souverän, von dem er als Abge-ordneter abhängt und der ihn verschwinden lassen kannin der Versenkung. (Große Heiterkeit.) Deshalb wirktdie Zustimmung des Herrn Abgeordneten Richter diesmalfür mich in keiner Weise abschreckend; ich weiß ja, warumer so stimmt, er kann nicht anders, wenn er Abgeord-neter bleiben will. (Zuruf des Abgeordneten Richter: ichbin in Berlin gewählt!) — Warum haben Sie da nichtangenommen, da gehörten Sie mehr hin.
Ich glaube, ich würde meine Blumenlese noch weitervervollständigen können, aber ich sehe zu meinem Be-dauern, daß ich mit meinen Notizen zu Ende bin. Viel-leicht dauert die Diskussion noch lange genug, um ausdem stenographischen Bericht noch Gelegenheit dazu zufinden. Ich unterhalte mich zu gern mit dem Herrn Ab-geordneten Richter, namentlich wenn er sich in der Lagesieht, für das Zentrum zu stimmen. Es hat das ja fürmich als Jäger gewisse Erinnerungen ohne Vergleich,wenn man in Verlegenheit kommt, aus denen man sichmit großem Geschick und großer Gewandtheit — daskann ich nicht leugnen — herauszieht, aber so ganz ohneSchwierigkeit und ohne Schaden an der Stellung doch