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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Richter als Verführer.

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diplomatischen Seite dieser Sache auseinandergesetzt hat,wie schwierig meine Aufgabe, wie dornenvoll, wie reichan Opfern, Arbeit und Entsagung, wie kümmerlich mit-unter der Erfolg war, wie wenig ermüdet ich gewesenbin durch irgend einen Mißerfolg, wie ich diese, meinesErachtens, dem Vaterlande nützende Sache immer vonneuem angeknüpft habe. Ich bin dem Herrn Abgeord-neten sehr dankbar, daß er diese meine entsagungsvolle,ehrliche, gewissenhafte und sehr häufig erfolglose Arbeitder Oeffentlichkeit auf diese Weise geschildert hat. Manglaubt ja leider sehr häufig, daß unsere Aufgaben leichterwären, als sie in der That sind.

Er hat mir dann vorgeworfen, daß ich dem Papsteschmeichle. Er scheint gewünscht und erwartet zu haben,daß ich den Papst meinerseits brüskierte, ärgerte, kränkteund mit einer gewissen kulturkämpferischen Grobheit demHaupte der katholischen Kirche gegenüberträte. (Heiterkeit.)

Nun, daß er sich darüber wundert, daß ich mit einemfremden Souverän, mit dem wir in Freundschaft lebenwollen, mit dem wir Freundschaft anstreben, in höflichenAusdrücken spreche, das überrascht mich; er ist ja selbstin derselben Lage dem Herrn Abgeordneten Windthorstgegenüber, dem schmeichelt er (Heiterkeit rechts), mehrals der Herr Abgeordnete Windthorst dem Herrn Abge-ordneten Richter schmeichelt. Und mit vollem Recht, denner rechnet ja natürlich auf die Unterstützung dieses ein-flußreichen Parteichefs bei den nächsten Wahlen. (Sehrgut! Heiterkeit rechts. Abgeordneter Richter: Sie nochviel mehr.) Ich bin leider nicht wählbar. (Heiterkeit.)

Aber es ist ganz natürlich, daß der Herr Abgeord-nete Richter, der ja in fraktioneller Beziehung ein sujotinixko ist, und der ohne Beihilfe der Zentrumswähler