Der betrübte Lohgerber.
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Zweifel wäre der richtige Weg zur Verständigung der der Verhand-lung mit den preußischen katholischen Abgeordneten gewesen. Abervielleicht meine Fürst Bismarck mit seiner doppelten Methode weiterzu kommen: je mehr er den Papst mit Schmeicheleien überhäufe,um so mehr habe er Windthorst, den Führer des Zentrums, be-schimpft und herabgesetzt. Durch diese, noch von manchen anderenSpitzen starrende Rede des ewigen Gegners fühlte sich Fürst Bis-marck offenbar besonders abgestoßen; er antwortete daher auchseinerseits mit rücksichtslos derber und schneidender Ironie:
Der Herr Vorredner sieht natürlich mit einer ge-wissen Sorge und Kummer — ich erinnere an das Bild,wie der Lohgerber die Felle fortschwimmen sieht — aufdiese Vorlage und deren Annahme; es geht ihm derlünäus instruotus der parlamentarischen Taktik verloren,wenn, wie ich hoffe, der Frieden zu stände kommt, deiner einen schmerzlichen Blick in seiner eben vollendetenRede gewidmet hat. Er hat dabei aus der Frage dasGift tropfenweise herauszudrücken gesucht, das sich inder gegenwärtigen Situation noch finden läßt. Das istja natürlich nicht weiter verwunderlich, und ich möchtenur, daß Diplomaten von Fach und wirklich praktischePolitiker Zeit hätten, die Rede des Herrn Abgeordnetenzu lesen, die er soeben gehalten; ich möchte meine HerrenKollegen im Auslande darum bitten, sie sich übersetzeilzu lassen, damit sie sehen, mit was für Leuten, mit wasfür Ansichten, mit was für Welterfahrungen ich hier zurechten und zu kämpfen habe. (Sehr gut! rechts.)
Der Herr Abgeordnete Richter kritisiert mein diplo-matisches Verfahren in einer Weise — ich möchte sagen,als wenn ein Landpastor eine diplomatische Note zer-pflückt mit seinen ländlichen Nachbarn. Er zählt auf,was ich für schreckliche, unglaubliche Dinge gethan habe,und was ist es schließlich? Die einfachste, natürlichste,