in einen großen Zorn über die Möglichkeit geraten, daßdie Annehmlichkeit des Kampfes gegen die Regierungihnen genommen werden solle, das begreife ich vollkommen.Sie sind ja ursprünglich mit die schärfsten Förderer,wenn nicht die Urheber des ganzen konfessionellen Streitesgewesen (hört! hört!), und nachdem sie ihn in recht HelleFlammen angeblasen hatten, haben sie gefunden, daß sieeigentlich die preußische Regierung doch noch mehr hassenwie den Papst, und haben sich dann auf die andereSeite gestellt und sind ihrem größeren Hasse gefolgt.(Heiterkeit und Bewegung.)
Ich möchte die Herren, welche das Vorgehen derRegierung tadeln, bitten, doch ihrerseits dasjenige oderdiejenigen Gesetze genau zu bezeichnen, deren Abschaffungwir beantragen, die Sie aber für den preußischen Staatabsolut und dauernd für unentbehrlich halten, dieselbenauszusondern und nachher zu sagen, vielleicht durch Amen-dements: dies und das müssen wir haben, ohne daskann der preußische Staat nicht leben. Auf dergleichenAmendements beabsichtige ich nicht einzugehen, sondernehrlich zu versuchen, ob wir den Frieden auf dem Wege,den wir jetzt eingeschlagen haben, finden oder wenigstensdoch ihm näher kommen, so daß er Wurzel schlagen undsich entwickeln kann. Wenn aber die Herren dann nach-her die Ueberzeugung erhalten, daß in dem Zustand, dernach Annahme der Regierungsvorlage oder vielmehr desHerrenhausbeschlusses eintreten wird, uns ein Gesetz fehle,das zum Wohl, zur Ehre und zur Würde des preußischenStaates ganz unentbehrlich sei, — ja, meine Herren,dann wird sich ja für die Wiederherstellung eines solchenGesetzes ebensogut wiederum eine Majorität finden, wiesie sich im Jahre 1873 für die Maigesetze überhaupt