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Die Landtagssessiou vvn 1886.
Herzen loszmverdeu und auch dem Herzen der Gegnernach Möglichkeit den Stachel zu nehmen. Wer nichtMinister ist, der kann sich ja den Luxus erlauben, eineeigene Parteiansicht öffentlich und amtlich zu vertreten;in ministerieller Stellung, in der eines leitenden Mi-nisters bin ich nicht in der Möglichkeit, mich auf einenParteistandpunkt dauernd zu stellen; ich kann vorüber-gehend den einen mie den anderen zu accentuieren fürdas Vaterland für nützlich halten, aber ich kann dauerndkeiner Partei angehören, sondern ich muß mich immerfragen, was ist in diesem Augenblick, rebus sic stanti-bus, der Gesamtheit des Vaterlandes nützlich, zweckmäßig,was kann zu seinem Frommen dienen? — und darnachwerde ich meine Vorschläge machen müssen, unbeirrt durchdie zum Teil bitteren und ungerechten Angriffe, denenich selbst von Freunden ausgesetzt bin, aber noch un-beirrter durch diejenigen Angriffe, die meine und derRegierung Gegner in diesem Kampfe und in jedemKampfe gegen mich in der Presse und Oeffentlichkeit insWerk setzen. Diese Angriffe verstehe ich vollkommen.Tie freisinnige Partei verliert ja mit dem Kulturkampf,um ihn kurz so zu bezeichnen, die 40 Points, die sie inder Partie dadurch immer vorhat gegen die Regierung,daß sie den Streit schon vorfindet, und sich nur aufseiten der Gegner der Negierung zu stellen braucht. Wennmau im Reichstage dazu die intransigenten Elementezählt, so hat ja jeder Gegner der Regierung, so langeder konfessionelle Unfrieden dauert, einen solchen Vor-sprung, wie ich ihn eben mit der Vorgabe einer gewissenAnzahl Points bei der Billard- oder Schachpartie be-zeichnete.
Also daß die Herren von der fortschrittlichen Presse