Der Kirchenfriede Vertrauenssache.
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die Uebernahme von Verpflichtungen gegenüber dem römischenStuhl. Hierauf entgegnete der Ministerpräsident:
Meine Herren, ich will nu' mit welligen Worteneinem Irrtum in Beziehung auf zwei verschiedene Seitender Sache Vorbeugen, der sich an eine Aeußerung desHerrn Vorredners knüpfen könnte. Der Herr Vorrednerhat einmal gesagt, daß durch die neueste Note des Kar-dinalstaatssekretärs — ich weiß das Datum im Augen-blick nicht — die gestern mitgeteilt worden ist, die Si-tuation zum Nachteil der Regierung hinter diejenigezurückgedrängt worden sei, welche zur Zeit der Verhand-lung im Herrenhause bestanden habe. Damals habe dieNote vom vierten vorigen Monats die ständige Anzeigein Aussicht gestellt, während die jetzige Note sich nurauf die Anzeige in Bezug auf die jetzt vakanten Pfarr-stellen beziehe. Letzteres ist ja ganz richtig, aber diesejüngste Note ist ja auch durchaus nicht der definitiveAbschluß; es ist nicht diejenige Erklärung, die wir vonder Kurie zu erwarten haben nach der Zusage vom4. April, die wir zu erwarten haben, nachdem dasjetzt in Beratung befindliche Gesetz verabschiedet undpromulgiert sein wird, sondern es ist, wenn man will,eine Abschlagszahlung, die von der Kurie geleistet ist inder Absicht, das gegenseitige Vertrauen zu stärken unddas Mißtrauen, das hier ja gegen die Absichten derKurie ausgesprochen ist, abzuschwächen durch eine teil-weise Erfüllung.
Man kann ja sageil, daß ebensowohl die volle An-zeigepflicht hätte bewilligt werden können; ja, wenn manin Rom volle Sicherheit gehabt hätte, daß in diesemHause die Beschlüsse des Herrenhauses angenommenwerden würden, es wäre dann nicht zweifelhaft gewesen.