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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Die Landtagssession von 1886.

ist, was ja sehr bedeutend ist, und insoweit sie selbst-ständig ist. Die Fortschrittspartei hat die eigentümlicheNolle gespielt, daß sie im Anfang des Kirchenflreitesdenselben mit der größten Sorgfalt geschürt hat und ihnjetzt in jeder Weise verleugnet. Die schärfsten underbittertsten Reden im kirchlichen Streit sind vonMitgliedern der Fortschrittspartei gehalten worden, undnachdem sie das Feuer recht in Brand gebracht hattenund Staat und Kirche gegeneinander verhetzt, gingen siemit fliegenden Fahnen in das Lager des Zentrums überund beschossen den Staat von da aus. Sie benutztendie Anlehnung, um unter dem Deckmantel der Kirchen-politik staats- und reichsfeindliche Politik mitzutreiben.Und diese Partei spricht in ihren Organen jetzt von poli-tischer Ehre! (Bravo!)

In der 14. Sitzung, am 13. April, begann die Spezialdis-kussion der Vorlage, in welcher Reden für und wider miteinanderabwechselten. Einer der Gegner, Oberbürgermeister Struck m a n nvon Hildesheim, vermißte vor allem Klarheit darüber, in wieweitdie Kurie mit der kirchlichen Anzeigepslicht ein wirksames Einspruchs-recht des Staates verbunden wissen wolle. Cr verlangte vomKultusminister eine ganz bestimmte Antwort auf die Frage, obund welche Anhaltspunkte derselbe dafür habe, daß man römischer-seits darüber gegenwärtig günstiger denke, als im Jahre 1880.Alls den Aeußerungen der klerikalen Zeitung „Germania" müsseman das Gegenteil abnehmen. Der Jacobinischen Note vom26. März 1886, deren Wortlaut eine entgegenkommende Andeutungmache, sei von dem Minister in der Kommission ausdrücklich einnichtamtlicher Charakter beigelegt worden. Mit Bezug hierauf «ahmFürst Bismarck das Wort und erklärte:

Ich nehme das Wort nur, um einen thatsächlichenIrrtum zu berichtigen, zu welchem die Erklärung derStaatsregierung, wie sie in der Kommission abgegeben