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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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162 Die Landtagssession von 1886.

auf die Depesche verzichten zu können, so lange

die Königliche Regierung nicht erklärt, daß sie die

Konvention nicht ausführen will.

Das war also doch eine für jede unabhängige, groß-mächtige Regierung demütigende Zumutung, daß wirdas zurücknehmen sollten; darauf konnten wir auf keinenFall eingehen. Sie finden von dieser Depesche zu derersten einen Fortschritt in der Entwickelung der Preußen-freundlichkeit Englands. Nachdem letzteres gesehen hatte,daß es Frankreich Ernst werden wollte, wollte es dochnicht gegen den alten Verbündeten von Waterloo Armin Arm mit Frankreich auf diese Weise auftreten.

Unsere Situation war nicht ganz so aussichtslos,wie es den Anschein hatte, wenn man nur die dreiKaisermächte, die damals, England-Indien mit einge-rechnet als Kaisermacht, die polnische Bewegung unterihren Schutz nahmen, betrachtet. Die russische Politikwar sehr geneigt, den Degen zu ziehen und ist im Laufedes Sommers 1863 nur durch die Abmahnungen SeinerMajestät des regierenden Kaisers davon abgehalten wor-den. Es würde auch diese Absicht wahrscheinlich nurausgeführt worden sein, wenn Rußland auf das BündnisPreußens, auf das gleichzeitige Losschlageu Preußenshätte rechnen können.

Man glaubt vielleicht, daß durch einen solchen Krieg,bei all den Beschwerden, die wir damals gegen unseredeutschen Mitverbündeten hatten, eine zweckmäßigere Er-ledigung der deutschen Angelegenheiten oder wenigstensFörderung viel früher hätte stattfinden können, als nach-her geschehen ist. Seine Majestät der König hat es sichaber stets versagt, die deutsche Frage anders als miteigener Macht zu lösen und auch die Zwistigkeiten mit