Westeuropa Preußen gegenüber t863. 161
englische und der französische Botschafter doch noch we-niger gehässig und feindlich gegen mich, als meine Lands-leute im preußischen Landtage. (Hört! Hört! rechts.Unruhe links.)
Ja, meine Herren, Sie finden das jetzt lächerlich.Sie haben nicht an meiner Stelle gestanden. Sie habennicht Tag und Nacht das Gefühl der Verantwortlichkeitfür die Geschicke des Landes umhergetragen, was michkeine Minute verlassen hat in jener Zeit; seien Sie ver-sichert davon.
Ich möchte Ihnen zur Bewahrheitung dessen dochvon den ungeheuerlichen Aktenstößen, die ich, um keinenIrrtum zu begehen, in diesen Tagen durchgesehen habe,ein paar Telegramme anführen.
Eins ist vom 6. März von dem preußischen Bot-schafter in London, Graf Bernstorff:
Baron Brunnom, der heute Lord Rüssel ge-sehen, hat mir eben noch bestätigt, daß das eng-lische Kabinett die verdächtigenden Absichten Frank-reichs durchschaut, und sich nicht von ihm willmit fortreißen lassen, sondern daß es die SachePreußens in der polnischen Frage von der Ruß-lands trennt und die erstere jetzt als beseitigt an-sieht, wenn nicht noch eine Intervention von an-derer Seite stattfindet.
Ein Telegramm aus London, etwas älter, vomFebruar lautet:
Zwei telegraphische Depeschen von gestern undeine von heute erhalten. Lord Rüssel erkennt an,daß Ew. Exzellenz' Erklärung im Abgeordneten-hause die Bedeutung der Verabredungen mit Ruß-land abgeschwächt, glaubt aber, doch nicht ganz
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