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Preußisch-russisches Verständnis 186.-,.
Minister dem russischen Kabinett gegenüber einigermaßenvorbereitet, und von allen europäischen Kabinetten da-mals konnte man nur von diesem, ich will nicht sagen:eine Unterstützung, aber doch ein tolorari pos8o unsererdeutschen Politik allenfalls erwarten. Ich hatte deshalbdas Interesse, die Beziehungen zu Petersburg besonderszu pflegen. Wenn ich mir bewußt war, mit der Mehr-zahl meiner Landsleute in diesem Raume der Volks-vertreter ein und dieselben nationalen Ziele zu erstreben,so war es hart für mich, daß ich für die Erreichungdieser Ziele auch von keinem einzigen eine Unterstützung,eine Mitwirkung zu diesem Zweck zu erwarten hatte; imGegenteil, die eigentümliche Lage, in die wir durcheine geheime Konvention, der gegenüber man einen Bruchdes zugesicherten Geheimnisses von mir zn erpressen suchte,gebracht waren, lieferte die Mittel, die übrigen europäi-schen Kabinette gegen uns zu verhetzen, ihnen gewisser-maßen Anzeige zu machen von unseren Schwächen undvon Fehlern, die diesseits begangen wären, uns — ichkann es nicht anders nennen — in Paris und in Londonzn verklagen wegen der russenfreuudlichen Politik, diewir machten, und es war nicht ohne Erfolg. Ich habedurch einen Zufall, der im Jahre 187N stattfand, indemeine Anzahl geheimer französischer Papiere in unsereHände fiel, Indizienbeweise in die Hand bekommen fürdie Verbindungen, die damals von hiesigen Mitgliedernder Opposition mit der hiesigen französischen Gesandt-schaft stattgefunden haben. (Hört, hört! rechts.) Ichwerde das Geheimnis darüber auch ferner bewahren, weilich eine Veröffentlichung nicht nützlich halte. Es sindseitdem 23 Jahre vergangen und manche politische Auf-fassung hat sich geändert, und alle haben in der Politik