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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Die Landtngssession uon 1888.

In diesen Erwägungen befand ich mich bereits,als ich Gesandter in Petersburg war, wo ich dochberufen war, an der auswärtigen Politik nicht bloß,sondern auch an der deutschen Politik des preußi-schen Staates einen persönlichen Anteil zu nehmen,und ich hatte dort die russischen Verhältnisse Polengegenüber ziemlich aus nächster Nähe beobachten können,infolge des großen persönlichen Vertrauens, welchesmir der hochselige Kaiser Alexander schenkte. Ichhatte die Ueberzeugung gewonnen, daß im russischen Ka-binett zwei Prinzipien thätig waren: das eine, ich möchtesagen: das antideutsche, welches das Wohlwollen derPolen und der Franzosen zu erwerben wünschte, undwelches hauptsächlich vertreten war durch den Reichs-kanzler Fürsten Gortschakoff, und in Warschau durch denMarquis Wielopolski, das andere, das hauptsächlich indem Kaiser und anderen seiner Diener seinen Sitz hatte,das auf dem Bedürfnis beruhte, die freundschaftlichenBeziehungen mit Preußen unter allen Umständen fest-zuhalten, und man kann sagen: eine preußenfreund-liche, antipolnische und franzosenfreundliche, polnischePolitik kämpften um den Vorrang im russischen Kabinett.Wer die Verhandlungen der damaligen Zeit gelesen hat,wird sich der berüchtigten Konvention vom 8. Februar,der sogenannten Seeschlange, erinnern, die, wie der Er-folg gezeigt hat, praktisch gar kein Resultat hattemilitärisch; aber sie hatte ihre Bestimmung erfüllt indem Moment, wo sie in Petersburg unterzeichnet wurde,das heißt: sie entschied über die Parteinahme der Kaiser-lich russischen Politik für Preußen gegen die polnischenBestrebungen, die bis dahin sehr zweifelhaft war.

Deshalb war meine Stellung als auswärtiger