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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
Entstehung
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151
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Grolmanns Votum; Flottwellsche Politik. 151

hätte, um die polnischen Gutsbesitzer auszulausen,das Großherzogtum Posen eine ganz sichere preu-ßische Provinz wäre, statt daß wir jetzt durchjedeu unvorhergesehenen Zufall und vielleicht unterviel schlimmeren Verhältnissen als bisher nochzu viel größereil Opfern genötigt sein werdenu. s. w.

Das Aktenstück eignet sich wegen seiner, wie Sieschon aus dieser kleinen Probe ersehen haben, scharfenund polemischen Fassung nicht zur vollständigen Ver-öffentlichung; aber ich werde dasjenige, was ohne Un-höflichkeit gegeil lebende Leute veröffentlicht werden kann,doch der Presse demnächst anheimgeben. Ich verzichtedeshalb auf eine weitere Verlesung.

Das Ergebnis dieser in dem Grolmannschen Elaboratkeimenden Auffassung war das, was man heutzutagedie Flottwellsche Politik nennt. König Friedrich Wil-helm III. war diesem Gedanken zugänglich, und es wurdevon seiteil des Königs und des Finanzministers einenicht sehr erhebliche Summe bewilligt, für welche Güteraus polnischen Händen aufgekauft wurden, um sie zurVermehrung der deutschen Bevölkerung in der Provinzweiter zu veräußern. Wenn auch diese Operationen nichtüberall und in jedem einzelnen Fall mit Geschick undnamentlich späterhin auch nicht unter Festhaltung derursprünglichen Bestimmung betrieben worden sind, sohaben sie doch, solange dieses System das herrschendein der Verwaltung war, einen erheblichen Zuwachs derdeutschen Bevölkerung geschaffen. Das System wurdeaber außer Kraft gesetzt, als im Jahre 1840 der hoch-selige König zur Regierung kam, der seinerseits derMeinung war, daß die wohlwollenden Gefühle, welche