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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Der Wendepunkt 1830.

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und Polen stattfand, vielfacher Verkehr der Polen hierin Berlin am Hofe und in der Gesellschaft.

Diese Art von Vertrauensseligkeit wurde plötzlichgestört durch den Aufstand in Warschau von 1830 unddurch das Auftauchen einer polnischen Frage im euro-päischen Sinne unter Beteiligung und Mitwirkung an-derer Nationen, die seitdem nicht wieder von der Bild-fläche vollständig verschwunden ist.

Welchen Eindruck dieses damals auf die preußischenAutoritäten machte, darüber haben wir ein Votum,welches der damalige kommandierende General in Posen,Herr von Grolmann, ein Nanie, der keineswegs anreaktionäre Tendenzen erinnert über die Situation inPolen einreichte und welches das Datum vom 25. März1832 trägt. Es liegt nicht in meiner Absicht, Sie mitder Vorlesung dieses ganzen Votums zu belästigen; ichwill nur zur Charakterisierung der damaligen Situationdie erste Seite vorlesen:

Als der geringe Teil

ich bitte aber die Herren Stenographen nachzuschrei-ben; ich kann dieses Aktenstück nicht aus den Händengeben

Als der geringe Teil der ehemaligen preußischenBesitzungen in Polen im Jahre 1815 unter deniNamen eines Großherzogtums Posen wieder mitdem preußischen Staate vereinigt ward, zähltedieses von ungefähr 800 000 Einwohnern be-wohnte Land 350 000 Teutsche und 450 000 Polenund Juden. Durch seine Lage im Herzen despreußischen Staates, auf der Verbindung zwischenSchlesien, Preußen und Pommern, nur 18 Meilenvon Berlin entfernt, gehört dieses Land so innig