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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Der Mord als Menschenrecht.

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wenn Sie ihr dasjenige, was sie auf 5 Jahre verlangt,nur für 3 Jahre oder gar nur für 2 Jahre bewilligenwollen, ihrerseits daraus keine Frage auf Tod und Lebenfür dieses Gesetz machen; sie wird mit Bedauern dasMinus annehmen müssen, aber sie wird das Gesetz nichtfallen lassen oder zurückziehen, wenn Sie bis auf 2 Jahrezurückgehen. Sollte aber der Termin noch kürzer, ans1 Jahr, gegriffen werden, ja, meine Herren, dannfände ich es wirklich kaum der Mühe wert; denn wennwir heute übers Jahr schon wieder dieselbe Diskussionerneuern sollen, daun möchte ich sagen ist dielleberzeugung, daß dieses Gesetz zur Erhaltung unsererinneren Sicherheit und zur Sicherstellung unserer künf-tigen Entwickelung ein notwendiges sei, noch nicht tiefgenug in unsere Bevölkerung, in unsere Wähler ein-gedrnngen; dann leben wir lieber noch ein Jahr ohnedieses Gesetz, und dann wollen wir es wieder bringen.(Bravo! rechts.)

Abgeordneter Bebel verwahrte sich darauf gegen die vomReichskanzler seinem Ausspruche gegebene Deutung und bekräftigteden rein hppothetischen Charakter desselben. Russische Zuständebestünden eben nicht bei uns. Er protestierte auch gegen die Ueber-schätzung seiner eigenen Bedeutung durch den Fürsten Bismarck.Viel, viel bedeutendere Männer, wie Marx und Lassalle, seien ihmals Begründer der Sozialdemokratie vorausgegangen. Dann wandteer sich gegen die Behauptung des klerikalen Grafen Ballestrem,als bezwecke die Sozialdemokratie die Abschaffung der Ehe. Ererinnerte das Zentrum daran, daß unter der Aegide des FürstenBismarck, von ihm eingebracht, das Zivilehegesetz zustande gekom-men, wodurch nach klerikaler Auffassung das Wesen der Ehe eben-falls in Frage gestellt worden sei. Sofort erwiderte der Reichs-kanzler: