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Die Reichstagssession von 1885—86.
hatte der nationalliberals Abgeordnete Meyer (Jena) im Namenseiner Freunde erklärt, sie würden für den von Frhrn. v. Hertlingmit einem Teile der Klerikalen gestellten Antrag auf zweijährigeVerlängerung des Gesetzes stimmen, für eine fünfjährige nur daun,wenn es im anderen Falle zu gar keiner Verlängerung käme. DerReichskanzler sagte darauf:
Die verbündeten Regierungen haben die Verlängerungdes Gesetzes auf 5 Jahre beantragt in der Absicht, derBevölkerung, namentlich der der großen Städte und der jgrößeren Fabrikbezirke, diejenige Beruhigung zu gewähren,die vlit der Sicherheit einer längeren Dauer der jetztbestehenden Ausnahmeeinrichtnngen verbunden ist. Das jGefühl der Sicherheit wird notwendig bei jeder Jnfrage-stellnng der jetzigen Ausuahmemaßregeln nach kurzer Frist jein geringeres sein, als es sein würde, wenn man immer- ^hin auf Zeit, aber doch auf einen längeren Zeitraum als ?bisher, die Verlängerung des Gesetzes ausspräche. Ichhabe auch die Ueberzeugung gewonnen, ganz abgesehen ;von den Ereignissen in unserem Nachbarstaate, die gestern ^hinreichend besprochen morden sind, insbesondere aus dergestrigen Diskussion, daß die Möglichkeit, ein Ausnahme- !gesetz der Art zu entbehren, uns ferner liegt, als ich an-genommen hatte.
Der Herr Abgeordnete Bebel ist mit der hervor-ragendste Führer der ganzen Bewegung, die wir bekämpfen.
Ich muß ihm das Zeugnis geben, daß er bisher sichmit mehr Mäßigung über die Ziele, die er verfolgt, aus-gesprochen hat als in der gestrigen Rede — so, wie ich jsie gelesen habe. In der gestrigen Rede hat er sxprassis ;vorbis erklärt, daß er den politischen Mord und in spsoisden Fürstenmord doch nur innerhalb einer gewissen Grenzeder Einrichtungen — einer Grenze, deren Ausdehnung