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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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122 Die Reichstagssession von 1888 — 86 .

stellt, als hätte ich gesagt: ich will und ich werde undich mache die Sache so. Das ist vollkommen unwahr,und das bezeichne ich als eine Entstellung, die mir nichtnur hier, sondern in allen Sachen widerfährt, daß mannämlich mich als anmaßend und vorgreifend über dieEntscheidung anderer darzustellen sucht, die ihrerseits einRecht haben, mitzureden. Das ist durchaus nicht meineArt; man sucht keinen hinter Thüren, hinter denen mannicht selbst steht. (Heiterkeit.)

Der Herr Abgeordnete Richter sagt, seine Absichtin der Ablehnung sei ja nur, das Reich zu stärken, dasdurch das Monopol geschädigt würde. Nun, in welcherArt die Partei des Herrn Abgeordneten Richter und seineFreunde das Reich von Anfang an gestärkt haben dürf-ten, zu stärken suchten, dafür ist die beste Ueberschriftdie Thatsache der Ablehnung der Reichsverfassung imJahre 1867. (Sehr richtig! rechts.) Sie haben sich vonHause aus der Einführung der Reichsverfassung wider-setzt, und seitdem die Reichsverfassung gegeben ist, habensie gethan, was irgend in ihren Kräften war, um denGang der Maschine zu erschweren, und um jede Be-thätigung der Reichsverfassung zu hindern, und um jedeVorlage, die vorkam, zu beseitigen.

Der Herr Abgeordnete hat sich beklagt, daß mansich nicht nach seinem Willen und seinen Wünschen er-kundige — in Anknüpfung eines Gleichnisses, das ichmit dem Rat und Minister gebrauchte, daß man ihn garnicht gefragt habe. Ja, wenn ich den Herrn Abgeord-neten Richter fragen wollte, so weiß ich ganz bestimmt,was für eine Antwort ich bekomme; dessen Willen kenneich ja ganz genau, da brauche ich mich gar nicht zu er-kundigen: der will immer das Gegenteil von dem, was