Leichte Ware.
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nie leichtere Reden gehört hätte als die dort gehaltenen.Der Herr Abgeordnete Richter hat vielleicht ein schlechtesOhr für seine eigenen Reden; ich glaube, die sind leichtergewesen. Denn das, was er heute gesagt hat, war außer-ordentlich leichte Ware, vielleicht weil es so ganz ausdem Stegreif gesprochen war; aber er sollte doch dieFrage nachgerade beherrscht und studiert haben.
Er hat uns dann Uebereilung vorgeworfen in derEinbringung neuer Vorlagen. Nun, wenn diese neueVorlage etwas ganz anderes, wie z. B. eine Gewerbe-steuer oder einen Zoll auf Apfelsinen beträfe, dann wollteich gar nichts sagen; aber seit sechs Monaten ist unterLeitung des Herrn Abgeordneten Richter die Presse dabei,die damals noch unbekannten Vorlagen, also in spociodie Frage der Branntweinbesteuerung, sorgfältig zu prüfenund zu analysieren nach allen Seiten hin. Die Herrenmüssen doch nachgerade wissen, was sie in der Sachewollen, oder sie wissen — davon bin ich überzeugt —,was sie nicht wollen. Sie wissen vielleicht auch, was siewollen, nur sagen sie es nicht; aber sie sind doch gewißin der Lage, es zu sagen. Um das Monopol mit dieserEntschiedenheit, mit dieser Geringschätzung abzulehnen,müßte man doch die Frage einigermaßen studiert habenund beherrschen. Es ist dieselbe Frage: der Branntwein-besteuerung, oder ob an ihre Stelle etwas anderes zusetzen sei. Wenn diese Frage für den Herrn Abgeord-neten Richter eine ganz neue ist, die er erst studierenmuß, dann muß ich sagen, daß er sehr voreilig bei derAblehnung in der Kommission gewesen.
Der Herr Abgeordnete hat mich dadurch in Nach-teil zu setzen gesucht, daß er nur die zu machenden Vor-lagen persönlich auf den Leib schreibt und es so dar-