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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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120 Die Reichstagssession von 1885—86.

ich vertreten habe, der erste Leidende, insofern als ermit seinen preußischen Unterthanen die Leiden mitfühlt.

Der Herr Abgeordnete Richter hat von Steuerüber-bürdung gesprochen und uns beschuldigt, daß wir sieherbeiführen. Ich beschuldige ihn, daß er sie nicht er-leichtern will. Die Steuerüberbürdung.besteht in unserenpreußischen Dorfgemeinden und Städten, und der HerrAbgeordnete Richter müßte das wissen und weiß es auchwahrscheinlich; ich klage ihn daher vor dem Volke an,daß er nicht die Hand dazu bieten will, diese Steuer-überbürdung bei seinen eigenen Wählern in den Ge-meinden erleichtern zu helfen (sehr richtig! rechts), son-dern im Gegenteil, daß er im Interesse der Schankwirtejede Erleichterung bekämpft.

Der Herr Abgeordnete Richter hat heute gesagt, dieSchankwirte wären eigentlich die Stütze der konservativenPartei. Nun, dann ist der Abgeordnete Richter ein sehredler Politiker, der die Feinde liebt, da er die Schank-wirte so unter seinen Schutz und unter seine Aegide nimmt,wie er es gethan hat. Diese Beförderer der Wahlenseiner Gegner hat der Herr Abgeordnete Richter fastmit derselben Energie und Hingebung — heute nicht sosehr, aber bei der ersten Lesung — verteidigt, wie seiner-zeit die Privateisenbahnen gegenüber der Verstaatlichung;da war ja auch der Herr Abgeordnete Richter der Vor-kämpfer der Gegner der Verstaatlichung; er hatte ihnenseine Beredsamkeit zur Verfügung gestellt; damals sindwir über ihn hinweggekommen. Nun, vielleicht gelingtes uns auch diesmal — wenn nicht gleich, aber dochspäter.

Der Herr Abgeordnete Richter hat den Vertreterndes Bundesrats in der Kommission vorgeworfen, daß er