Die Reichstngssessivn von 1886—86.
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meine Pflicht, auf Grund der Erfahrungen, die ich imDienste des Reiches gemacht habe, Ihnen meine Besorg-nisse nicht zu verhehlen. Ich würde Sie, wenn es nichtfast wie Ironie klingt, noch heute bitten: nehmen Siedas Monopol an; durch das Monopol befestigen Siedas Reich, durch die Ablehnung des Monopols schädigenSie das Reich. Wenn Sie das Monopol aber verwerfen,wenn Sie wirklich die Verantwortung dafür übernehmenwollen, dem Reich und den Einzelstaaten diese Hilfs-quelle abznschneiden, dann, meine Herren, werden wirIhnen, wie ich schon sagte, in kurzem zunächst eine neueVorlage machen für ein Reichsgesetz behufs Besteuerungdes Branntweins in seiner Konsumtion, aber auch, wennmeine Wünsche die Annahme der verbündeten Negierungenfinden — was ich ja noch nicht weiß —, zu einer Be-steuerung der Interessenten selbst, die dazu bestimmt seinsoll, die Exportbonifikation auf deren eigene Kosten zuverbessern. Wenn Sie uns das auch wieder angebrachter-maßen ablehnen, — dann, meine Herren, glaube ich,daß der König von Preußen sich seinen Unterthanen,der Not, in der sie sich befinden, und der Thatsache, daßin seinen Staaten IPe Millionen Auspfändungen jährlichwegen Gemeindelasten noch stattfinden, nicht länger wirdverschließen können; er wird Zusehen müssen, was seinepreußischen Hilfsquellen ihm erlauben aus einer Gewerbe-nnd Lizenzsteuer aufzubringen, und ich hege die Ueber-zeugung, daß er dann an der preußischen Landesver-tretung die Unterstützung finden werde, die ihm hier zumeinem Bedauern versagt wird. (Bravo! rechts.)
Nach einigen Zwischenreden nahm der Abgeordnete Richterdas Wort zu Verteidigung und Angriff. Er leugnete, mit demVorwurf, unsere Finanzpolitik werde durch übertriebene Berück-
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