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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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115
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Verhältnissen sein würden. Mir liegt — und deshalbeile ich mit den Reformen, die ich betreibe — vor allemam Herzen, daß, wenn solche Krisen eintreten, und wenndie Festigkeit der deutschen Verfassung auf Proben ge-stellt wird, wie sie deren bisher nicht bestanden hat, —daß man dann sagen kann: man hat in dem terupusutils des Friedens nichts versäumt, sondern das Seinigegethan, um alle Welt zufrieden zu stellen. Namentlichwünsche ich, daß in solchen Fällen die Unzufriedenenmöglichst wenig zahlreich sind, und daß sich unter ihnennicht etwa auch die Regierungen der Einzelstaaten, na-mentlich nicht der König von Preußen befinde — unterdenen, die sich von den Ergebnissen und den Leistungendes Reichs, dem Seine Majestät der Kaiser viel Opfergebracht hat, nicht befriedigt finden. Ich würde das fürein verhängnisvolles Ergebnis halten.

Die Bestrebungen, die deutsche Einheit herzustellenim Jahre 1848, sind hauptsächlich durch die Mißachtungder Realitäten in Deutschland zu Wasser geworden. Zuden Realitäten gehören die Regierungen und die Dyna-stien, und ich möchte Ihnen empfehlen — nicht weil ichaugenblicklich zur Regierung gehöre, das wird ja hoffent-lich in kurzer Zeit nicht mehr der Fall sein —, aber ichmöchte Ihnen im Interesse des Deutschen Reiches undfür dessen Schöpfung doch empfehlen, die Negierung undihre Vorlagen nicht so geringschätzig zu behandeln, wiees diesmal in den Kommissionsverhandlungen der Fallgewesen ist. Ich bitte Sie, mir diese Warnung nicht zuverübeln; ich weiß nicht, wann ich bei dem Zustandmeiner Gesundheit wieder zu Ihnen werde sprechenkönnen, und ob in diesem Jahre überhaupt noch einmal;die Zukunft steht ja bei Gott. Aber ich halte es für