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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Streben mich Festigung des Reichs.

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werden noch die Jüngeren von Ihnen Zerteil erleben,wo sie sich nach einem starken Staat umsehen und sichvergebens dann danach umsehen. (Sehr richtig! rechts.) Icharbeite allerdings an der Stärkung des Staates, weil erdie Kraft nicht hat, und weil auch ich im Reich die Festig-keit nicht finde, die ich vor 15 Jahren in ihm zu findenund heutzutage zu finden hoffte. Meiner Berechnungnach sollte die Hauptstütze der Festigkeit und der Einheitdes Reichs der Reichstag sein; ich hatte damals zu denDynastien nicht das Vertrauen nach meinem ganzen Vor-leben wie heute; aber auf den Reichstag hatte ich meinganzes Vertrauen gesetzt.

Nun, meine Herren, wenn wir die Majorität desReichstags ansehen, so werde ich zuerst nachdenklich ge-macht durch den Umstand, daß die Majorität eine solcheist, daß die eingestandenen Intransigenten und dauern-den Gegner des Reichs im Anschluß an sie ihre Rech-nung zu finden glauben. Wenn ich sehe, daß dieseMajorität den Beifall der Polen hat, die sich nie niitdem Deutschen Reich vertragen haben, den Beifall unddie Unterstützung der Franzosenfreunde, den Beifall unddie Unterstützung der Sozialdemokraten, die für uns un-mögliche Ziele erstreben, — dann werde ich bedenklich,ob ich in dieser Majorität, der alle, der diese und an-dere Nüancen, die ich anführen könnte, mit Hoffnungauf die Zukunft, angehören, — ob ich in der wirklichden sicheren Angelpunkt für die deutsche Einheit findenkann. Er ist mir peinlich, dieser Zweifel; aber ich kannihn nicht ganz abweisen. Ich will niemand Unrechtthun und niemand verdächtigen, daß er sich der Kon-sequenzen, die ich aus diesem Bilde ziehe, auch seiner-seits vollständig bewußt wäre.