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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Gefährlichkeit der Jesuiten.

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ordens mit denen der deutschen Staatsregierung nichtzusammenfallen, ist einer der Hauptgründe, warum wiran diesem Gesetz festhaltein

Der Herr Vorredner hat sehr richtig gesagt, daß eshier nicht der Ort sei, über die Angemessenheit des Fort-bestehens der Jesuitengesetzgebung zu diskutieren; ichacceptiere das auch sehr gern. Er hat aber doch nichtunterlassen, erhebliche Momente zu Gunsten der Jesuitenanzuführen, sodaß ich meinerseits doch auch eines, dasfür mich als Politiker besonders maßgebend ist, dagegenanzuführen nicht unterlassen kann. Tie Gefahr, die ge-rade die Thätigkeit der Jesuiten für Deutschland, seineEinigkeit und seine nationale Entwickelung hatte, liegtja nicht in dem Katholizismus der Jesuiten, sondern sieliegt in ihrer ganzen internationalen Organisation, inihrem Lossagen und Loslösen von allen nationalen Bandenund in ihrer Zerstörung und Zersetzung der nationalenBande und der nationalen Regungen überall, wo sie den-selben beikommen. (Widerspruch im Zentrum.)

Nun haben wir gerade in Deutschland an natio-nalem Empfinden und nationaler Lebendigkeit keinen er-heblichen Ueberschuß; ich möchte sagen, wir sind in derRichtung einigermaßen blutarm; es ist eine bedauerlicheLeichtigkeit, mit der der Deutsche überall, im Osten undim Westen, sich von seiner Nationalität lossagt, und dieWirkung der nationalen Empfindungen auf unsere Hand-lungen, auf unser Auftreten, auf unsere Versöhnlichkeitim inneren Parteiwesen ist leider Gottes eine außer-ordentlich geringe. Die deutsch-feindlichsten Namen inden französischen Revancheparteien sind die Namen vondeutschen Renegaten, die teils im Elsaß geboren sind,teils französiert und französische Bürger geworden sind;