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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
Entstehung
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236 Die Frühjahrssession des Reichstages von 1877.

weil Sie Petersburg bewilligen würden, würde ich Sieim nächsten Jahre für London um dasselbe oder um soviel bitten, wie Sie sonst bewilligen werden, sondern dieLage in London, wenn sie so bleibt, wie sie ist, würdean sich dazu nötigen, und wenn Sie Petersburg auchablehnen, so würde ich Sie um beide bitten müssen. Fürmich ist kein Grund, wenn Sie eins ablehnen, nicht nochfür das andre einzutreten; eins von beiden bewilligt zubekommen ist mir immer noch erwünschter, als beide ab-gelehnt zu sehen.

Was die wenig galante Aeußerung des Herrn Ab-geordneten Richter über junge Damen betrifft, so möchteich bemerken: ich kann doch nicht Gesandte aus-suchen, die im Cölibat leben, oder die Bedingungmachen, daß sie keine Kinder haben, weder er-wachsene noch unerwachsene. Es ist ja ein außer-ordentlicher Vorzug für die Karriere, wenn je-mand ohne alles weibliche Gepäck sich durch dieWelt schlagen kann (Heiterkeit), aber wir sind nichtin der Lage, wir können die Posten weder an die Mindest-fordernden, vielleicht an die Reichsten, aber wenigerBrauchbaren austhun, noch die Bedingung daran knüpfen,daß die Familien der dazu Ausgewählten so zusammen-gesetzt sein sollen, wie es den möglichsten Sparsamkeits-rücksichten in dieser augenblicklichen Notlage gerade ent-spricht. Wir müssen diejenigen, die brauchbar sind, nichtbloß ihrer Befähigung nach, sondern den Verhältnissennach, eben nehmen, ohne Rücksicht darauf, ob sie verheiratetsind oder nicht.

Und wenn vorhin der Herr Redner an das Maßder Besoldung ein Urteil über das erforderliche Maß vonGelehrsamkeit zu knüpfen versuchte, so muß ich ihn daran