Die Botschafter im Cölibat. 235
hier bleiben müßte, zu machen genötigt wäre, entschädigenzu können.
Ich möchte also für Petersburg wiederholt Ihnendie Bitte ans Herz legen, schon für dieses Jahr die ge-forderte Erhöhung zu bewilligen, weil die Verweigerungganz entschieden auf die Entwickelung des Dienstes undseine richtige Besorgung auch in einer Weise zurückwirkenwürde, die auch mich geradezu persönlich in Verlegenheitbringen würde.
7. Die Botschafter im Cölibat.
14. März 1877.
Der Abgeordnete Eugen Richter führte aus, wenn derReichstag die Gehaltserhöhung für den Botfchafterposten in Londonabgelehnt habe, so müsse konsequenter Weise derselbe Beschluß mitBezug auf Petersburg gefaßt werden. „Wenn man erst anfängt,die einzelnen lokalen Verhältnisse ins Auge zu fassen," fügte erhinzu, „und für sich zu betrachten, dann kommt man allerdings zusolchen Detailbetrachtungen, wie der Herr Vorredner, daß man zu-letzt die Kosten für Kinderwagen für die jungen Damen, die nichtzu Fuß gehen können, bei Gehaltserhöhungen mit in Rechnungstellt." Der Reichskanzler:
Ich möchte dem Herrn Abgeordneten Richter nureinige Worte erwidern, um zu verhindern, daß ange-nommen werde, als ob die Ablehnung für London nunnotwendig die Konsequenz nach sich zöge, daß Petersburgauch abgelehnt wird.
Der Herr Abgeordnete hat gesagt, früher wären diesebeiden Botschaften immer pari xassu gegangen. Ja, wirhaben sie auch jetzt pari pg.8su vorgebracht; bei der einenhalte ich das Bedürfnis noch für etwas dringlicher alsbei der andern, aber es ist bei beiden vorhanden. Nicht