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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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226 Die Frühjahrssession des Reichstages von 1877.

Meine Herren! Ich bedauere, daß Ihre Zeit wegen10 000 Mark so lange in Anspruch genommen wird,während Sie noch mit Hunderttausenden und Millionenzu thun haben werden. Aber ich möchte doch auch diese10 000 Mark nicht gern verlieren, denn der Zweck, denSie, wie mir vorhin schien, in der Mehrheit billigen,würde dadurch wesentlich geschädigt.

Ich hatte mich schon gefreut, mit dem Herrn Vor-redner endlich ein Gebiet gefunden zu haben, auf demwir uns verständigen könnten, und ich wollte schon meinerGenugthuung darüber Ausdruck geben — wenn es auchnur bei Wein und Bier wäre (Heiterkeit), — aber ichhabe doch gefunden, daß auch hier Differenzen in unfernAuffassungen sind und unsre Urteile auseinandergehen.

Er sagt, wir sollten uns in diesen Dingen nachEngland richten, und hat einen Appell an die englischeFreiheit und Tradition erhoben. Meine Herren, dasthun wir gerade! Die Engländer haben damit begonnen,den Weg zu betreten, den der Herr Vorredner empfahl,und haben dergleichen Untersuchungen von großen Chemi-kern anstellen lassen. Sie haben sich aber überzeugt, daßder Weg ein unrichtiger war, und daß die Chemiker zumTeil den Ueberredungsgründen und -künsten der Inter-essenten noch zugänglicher waren, als den Wünschen derRegierung, und daß sie überhaupt keine bestimmte Unter-lage boten. Gerade die Engländer haben sich staatlicheEinrichtungen und Centralorgane geschaffen, obwohl sieso wenig zur Centralisation geneigt sind. Der Appellan die englischen Einrichtungen trifft also nicht zu.

Wenn der Herr Vorredner sagt, es sollen sich überallKomitees bilden, so wäre das sehr schön, — sie bildensich aber nicht, und ich kann sie nicht schaffen.