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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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192 Die Friihjahrssession des Reichstages von 1877.

Feindesland die Reichsfahne aufpflanzt wenn ich mirerlauben darf, Feindesland ein Kollegium zu nennen,dessen Vorsitzender ich selbst bin (Heiterkeit) und in demich bisher der einzige bin, der den wirklichen Amtsberufhatte, Reichspolitik zu vertreten; die andern Herren hattenihr Ressort und, wenn es hochkam, die preußischen Staats-interessen amtlich zu vertreten, womit ich nicht sagenwill, daß sie nicht in ihrem Herzen deutsche Patriotenwaren, aber dem deutschen Beamten geht die Gewissen-haftigkeit über das Herz und er treibt das, was seinesAnites ist und worauf er geschworen hat, zuerst, undwenn's Herz dabei auch bricht, das nationalgesinnte, ohnesich daran zu kehren; und nach unfern Gewohnheiten,da kann ein andres Ressort sehr viel Schaden leiden,wenn das eigne nur mäßigen Nutzen davon hat. Aberauch das Reich ist doch für einen Minister, der nur einpreußischer ist, ich spreche immer, meine Herren, nurvon Preußen, weil mir das niemand übelnehmen kann,da ich selbst dazu gehöre, ich könnte auch von andernsprechen (Heiterkeit), aber es würde mir da gesagt werden:kritisieren Sie sich selbst erst und fangen Sie bei sich erstau, dergleichen zu tadeln, ehe Sie auf uns andre über-gehen; nehmen Sie das nicht so streng, als wenn ichPreußen allein anklagen wollte (Heiterkeit), ich fühle michnur nach meiner preußischen Höflichkeitspflicht berechtigt,gegen die eigne Familie etwas gröber aufzutreten, wiegegen die weiteren Vettern.

Aber ganz gewiß ist nach meiner Ueberzeugung, daßich den Haupteinfluß, den es mir gegönnt ist zu üben,bisher nicht in der Kaiserlichen Macht, sondern in derKöniglich preußischen Macht gefunden habe. Ich habeversucht, ich habe eine Zeitlang aufgehört, preußischer