178 Die Frühjahrssession des Reichstages von 1877.
wäre, und ich glaube, wenn wir es in dem Sinne ge-macht hätten, wie er vorschlug, so würde doch der Fehler,daß es von der Regierungsscite kam, der Vorlage inder Weise angehangen haben, daß sie den Beisall nichtgesunden hätte.
Wir hatten ja die Absicht — wenigstens mein HerrKollege, der Herr Präsident des Reichskanzleramts unddie Thronrede haben sie dahin ausgesprochen —, zu hören,was gewünscht würde. Nun, wir haben ja von demHerrn Vorredner im letzten Teil seiner Rede gehört, wieer wünscht, daß die Sache gemacht werden soll. Er hatuns im ersten Teil auf die Bahn verwiesen, die imvorigen Jahr und vor zwei Jahren bei den Reichstags-budgetverhandlungen eingeschlagen wäre, und hat — ichglaube, er brauchte den Ausdruck — seinen Entschlußkundgegeben, „diese selbe Bahn scharf im Auge zu be-halten". Nun, das ist eine Wendung, die ich aus demadministrativen Diktionär kenne. Wenn jemand nochnicht recht weiß, wie er es machen will, dann sagt er:ich werde die Sache im Auge behalten, und wenn Siediese Vertröstung vom Regierungstisch mitunter auch ge-hört haben, so werden Sie danach das Maß dessen, waseiner „im Auge behält", finden können. Ich möchte darauflieber das Maß des andern Sprichwortes anwenden, waseben sagt, daß man nicht viel im Auge behalten kann:es ist so wenig, daß man's „im Auge leiden" kann. Soist auch der Trost, den der Herr Vorredner für die Er-füllung der Reichsbedürfnisse im Auge behalten hat, soklein, daß man ihn allerdings im Auge leiden kann.
Er weist uns im wesentlichen an, auf die Beständezurückzugreifen, d. h. vom Kapital zu zehren und die Wegezu betreten, die große und befreundete Nachbarreiche —