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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Eine Budgetrede; zur Steuerreform.

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Drucklegung erforderlich ist, vielleicht eingeschränkt wer-den kann; aber keineswegs gibt er nach ohne Entschei-dung, ruft auch diese Entscheidung nicht an.

Wenn deshalb gesagt wurde, wir hätten unter diesenUmständen den Reichstag später berufen sollen, so würdeder später berufene Reichstag nach meiner Erfahrungmenschlicher Schwäche sich ganz in derselben Lage be-funden haben. (Heiterkeit.) Das Budget ist nur dadurchbis zum 2. oder 3. März fertigzustellen gewesen, daßbrennend zur Eile ausfordernd an der Wand geschriebenstand: am 22. Februar kommt der Reichstag! Wäreder Reichstag zum 2. oder 3. März einberufen worden,so gestehe ich nach meinen langjährigen amtlichen Er-fahrungen: ich glaube, wir würden Ihnen vor dem 12. oder15. März das Budget auch nicht haben vorlegen können.Und dabei behaupte ich doch, daß die Vorwürfe, die vondort (links) und vorher noch mit zorniger Stimme unter-brechend wiederholt wurden, im höchsten Grade ungerecht-fertigt sind, wenn sie von Rücksichtslosigkeit und Träg-heit sprechen. Empfehlen Sie sämtlichen Bureaus einegrößere Verträglichkeit untereinander und einen schnel-leren Appell au die Entscheidung des Reichskanzlers überstreitige Fragen, dann, glaube ich, werden wir schließlichzu einem rechtzeitigen Budget gelangen, und wenn Siedarüber einen Tadel ausgesprochen haben, so bin ichIhnen dafür dankbar, er unterstützt mich in meiner Ar-beit.

Der Herr Vorredner (Abgeordneter Richter) ist mitunsrer Vorlage unzufrieden. Nun, meine Herren, daraufbin ich vollständig gefaßt gewesen. Er steht mir seiteinem Jahrzehnt gegenüber; ich habe noch nie eine Re-gierungsvorlage gekannt, mit der er zufrieden gewesen