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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
Entstehung
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Die Zollpolitik des Reichskanzlers. 169

ich habe ausdrücklich die großen Quanta von Getreide,Holz, Vieh von Rußland hier genannt, um daran dieBemerkung zu knüpfen: wollen Sie dem Nebel wirksamabhelfen, dann legen Sie die Retorsionszölle auf, dienicht auf Dauer berechnet, sondern nur eine vorüber-gehende wirtschaftliche Kampfesmaßregel sind. So ungefährwar mein Jdeengang. Wenn nur der Herr Vorrednerhierzu bereit ist, so genügt mir das noch nicht, weil ichvon der Unterstützung der Partei, der er angehört, alleinnicht leben kann. Wenn aber diese Auffassung, daß dasnützlich sei, die Majorität in der Bevölkerung und imReichstage erhält, so habe ich in dieser Beziehung undauf diesem Gebiete, auf dem ich ja als Dilettant bekanntbin, keine so vorgefaßte Meinung, daß ich nicht das Or-gan einer Majorität des Reichstags darin werden könnte.Wir werden einer ganz ähnlichen Frage gegenüber stehenzunächst bei den Verhandlungen über die Erneuerungverschiedener Handelsverträge, namentlich dessen mit Oester-reich. Wenn wir die Konzessionen von Oesterreich erlangenwollen, so haben wir gar keine Gegenmittel, sie zu erzwingen,wenn wir nicht auf diejenigen den russischen analogenJmportmassen, die Oesterreich uns liefert, und die zollfreibei uns eingehen, während die deutschen Einfuhren nachOesterreich dort verzollt eingehen wenn wir nicht aufdie österreichische Einfuhr, die eben auch wesentlich ineinfachen Produkten der Landwirtschaft besteht, auch einenRetorsionszoll Kampfzoll möchte ich ihn nennenvorübergehend legen können. Wenn man mir, wie neu-lich bei der Interpellation, selbst als Negoziationsmitteldie Möglichkeit, dies auch nur entfernt in Aussicht zustellen, als ob es je geschehen könnte, von Haus ausabstreitet, dann allerdings muß ich heute so gut wie am