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Die Herbstsession des Reichstages von 1876.
4. Die Wirtschaftliche Politik und die staatsrechtlicheStellung des Reichskanzlers.
12. Dezember 1876.
In der 29. Sitzung des Reichstages am 12. Dezember kamder Gesetzentwurf über die Erhebung von Ausgleichsabgaben zurersten Beratung. Dabei kam der Abgeordnete Freiherr v. Schor-lemer-Alst auf die Interpellation Richter zurück und sprach imallgemeinen über die Wirtschaftspolitik des Reichskanzlers dieschärfste Verurteilung aus. Der Fürst Bismarck erwiderte:
Ich ergreife das Wort, nicht um mich weiter in eineDebatte einzumischen, der ich wegen einer parallelen Sitzungdes Bundesrats nicht von Anfang an habe beiwohnenkönnen, sondern nur um einen Irrtum oder einen Ge-dächtnisfehler des Herrn Vorredners in Bezug auf meineletzten Aeußerungen von dieser Stelle her — ich glaube,es war am 5. Dezember — zu berichtigen. Ich weißnicht, was der Herr Vorredner vor meinem Eintrittgesagt hat, aber nachher äußerte er, ich hätte gesagt,Rußland gegenüber auf dem wirtschaftlichen Gebiete gebees keine Hilfe. Das ist wohl nicht ganz richtig. Ichhabe das doch nur in bedingter Weise gesagt; ich habegesagt, und das schlägt in die heutige Debatte mit ein:wenn der Herr Interpellant von damals von Haus aus,und, wie ich glaube, mit der Zustimmung der Mehrheitdieses Hauses, über jede Retorsionspolitik den Stab bricht,dann gibt es allerdings keine mir bekannten wirksamenGegenmittel, es sei denn, daß man an das Wohlwollen,und von dem schlecht unterrichteten Rußland an dasbesser zu unterrichtende in der wirtschaftlichen Wissen-schaft weiter appellieren will, was ein sehr langwierigesund seit vielen Jahren betriebenes Verfahren ist. Aber