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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Die russische Zollpolitik und die orientalische Frage. 155

und will mit euch gehen, wenn ihr mir die Unbequem-lichkeit abnehmt, daß meine Unterthanen hier das Rind-vieh nicht aussperren können wegen der Rinderpest, wäh-rend ihr ganz ungegründete Furcht vor der Rinderpesthabt, — an die sie auch nicht in dem Maße denken, wiewir es wohl wünschten (Heiterkeit), — wäre das nichtwohl eine Politik gewesen, die man als unwürdig undvergeltungsbedürftig allgemein verurteilt haben würde?Nehmen Sie an, daß in dem Augenblicke, wo wir- nachFrankreich zu gehen genötigt waren, Oesterreich uns ge-sagt hätte: Wir werden stillsitzen und wohlwollende Neu-tralität beobachten, wenn ihr alle ungarischen Weine zoll-frei einlaßt, außerdem noch die entsprechenden Zollkon-zessionen den Zuckerfabriken, Spinnereien und dergleichenmacht, — ich weiß nicht, was in dem Augenblick dieAntwort gewesen wäre. Die meinige wäre gewesen, fallswir in dem Augenblick Oesterreichs Neutralität notwen-dig brauchten, ihm die Konzessionen zu geben; dazu binich Geschäftsmann genug in solchen Fällen (große Heiter-keit). Aber wie wäre es geworden, nachdem wir zurück-gekommen? — Keine Regierung hat dergleichen gethan,und wenn ich eine ansühre, so bin ich weit entfernt zuglauben, daß irgend welche einer solchen Handlung fähigwäre; ich führe Ihnen nur benannte Zahlen an, um Ihnenden Unsinn einer solchen Prätension zu beweisen. — Dannwäre es entweder so gekommen, daß wir sofort in be-drohlicher Weise uns unsre Zollunabhängigkeit wiederausgebeten oder einen Moment wie den jetzigen abgewartethaben würden, um der österreichischen Regierung zu sagen:nun liegt die Sache wieder anders, nun bitten wir nichtnur wieder um Rückgabe unsrer Zollkonzessionen, sondernaußerdem noch um entsprechende Konzessionen.