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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
Entstehung
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148 Die Herbstsession des Reichstages von 1876.

die Verantwortung für das Mißlingen der Verhandlungen,die in der That schweben, und von denen mein HerrNachbar hernach sprechen wird ich schiebe die Verant-wortung für das Mißlingen derselben, was ich durch dieseAeußerungen des Herrn Vorredners für sehr viel wahr-scheinlicher geworden halte, lediglich dem Herrn Vorrednerzu und überlaffe ihm, sich da mit den Grenzkreisen und denBeteiligten auseinanderzusetzen. Ich kann nur bestätigen,daß nach meiner Erfahrung durch seine Interpellationund durch die Art, wie er die Sache hier motiviert hat,die Aussicht, die wir auf schwebende Unterhandlungenhaben, wesentlich geschädigt wird.

Wir kommen dann auf die zweite Frage, die politische.

Er sagte also, in Bezug auf die wirtschaftlichenRepressalien sei gar nichts zu thun, Krieg mit Rußlandwolle er nicht führen. Darauf, dachte ich, würde er nundie Mittel nennen, die ihm bekannt sind; aber außerdiesen beiden nicht gewollten Mitteln habe ich gar nichtsandres als allgemeine Redensarten gehört: verständigeLeute von geläuterter Ansicht sollten endlich von diesemWege zurückkommen und eine Empfehlung, russischePapiere nicht mehr zu kaufen. Letzteres sind Privatrepres-salien, bei denen die Regierung nicht mithelfen kann.Ich glaube nicht, daß wir in unfern Reichsfonds russischePapiere haben, ich bezweifle es. (Zustimmung links.)

Das ist also ein Rat, den der Herr Vorredner Pri-vatleuten gibt, um welchen er die Regierung nicht zuinterpellieren und sie nicht zu einer Antwort und zu einerAusfrage zu nötigen brauchte, die ganz bestimmt dieVerhandlungen schädigt, schon deshalb, weil die Ueber-treibungen dessen, was erwartet und verlangt wird, immerden auswärtigen Minister bis zu einem gewissen Grade