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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Die russische Zollpolitik und die orientalische Frage. 147

könnte, schon kreditlos gestellt und gesagt hat, dergleichenwerde bei uns nicht durchzubringen sein; er hat vielleichtrecht, aber durch solche Ausposaunungen wird eine Re-gierung, der man eine Leistung zumutet, zugleich in manchenNegoziationsmitteln vollständig gelähmt. (Sehr richtig!)

Ich weiß nicht, ob der Herr Vorredner vollständigrecht damit hat, ob nicht unter Umständen ein Retorsions-zoll die Billigung des Bundesrats und des Reichstagesfinden könnte; wenn das aber von Haus aus unmöglichist, dann, bitte, lassen Sie mich auch mit solchen Zumu-tungen zufrieden; denn ich wüßte nicht, womit ich dierussische Zollpolitik überreden, womit ich auch nur dieAndeutung eines Schadens oder Verdrusses sollte machenkönnen, wenn es ganz unmöglich ist, unter Umständenauf 400 Millionen für Holz und 165 Millionen für Ge-treide den Zoll zu legen, der etwa den Kostenunterschiedaufwiegt, welchen der russische Handel mit seinem Absatzvon dem direkten Wege über Danzig und Schlesien aufLibau und Riga und diese nicht immer offenen Häsentragen müßte. Ich gebe zu, daß dabei unser Zwischen-handel Verluste leiden würde; ich würde aber solchenZustand eben nur als einen vorübergehenden, gewisser-maßen als einen Kampfzoll betrachten, der zu einem be-stimmten Zweck und zu einem bestimmten Nutzen gelegent-lich bewilligt wird.

Ich bin weit entfernt, Ihnen in dieser Beziehungeinen Vorschlag zu machen, namentlich wenn derjenige,von welchem man Vorschläge erwartet, dem Inlandsvon Hause aus als ein Dilettant und dem Auslandegegenüber als einer bezeichnet wird, der sich mit Utopienbeschäftigt, welche er nie durchsetzen kann. Also, was sollich mich weiter darum bemühen! (Heiterkeit.) Ich schiebe