Die Eisenbahnvorlage im Herrenhause.
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wären. Dieses Mißtrauen würde viel stärker berechtigtsein, wenn der ganze gewichtige Komplex einer Basisvon staatlichem Einfluß ausschließlich in den HändenPreußens bliebe und dort so ausgebeutet würde im ein-seitigen preußischen Interesse, wie es das Reich nichtkönnte; denn das ist das Eigentümliche der Reichsver-waltung, daß dort gerade die Negierungen, von denender Herr Vorredner das Mißtrauen befürchtet, mitzuredenund mitzubeschließen haben über die Gesetze und Anord-nungen, welche das Eisenbahnwesen regeln, über dasBudget der Eisenbahn und über die Tarife, und dieseihre Mitwirkung dazu benutzen können, eine solche Reichs-eisenbahnpolitik, welche ihre eignen partikularen Interessenschädigt, zu verhindern und öffentlich zu diskutieren,während, wenn diese Schädigung und Beengung vonPreußen als Bundesstaat ausschließlich, ohne daß dasReich dabei beteiligt wird, ausgeübt würde, ich gar nichtsehe, was sie für Hilfsmittel dagegen hätten.
Eine Beschwerde wegen Mißbrauchs der Souveräni-tät beim Bundesrate in Eisenbahnsachen würde schwerlichhaften. Also dieses Mißtrauen würde meines Erachtensviel stärker sich entwickeln müssen, wenn wir die Mittelzur Abhilfe, über deren Notwendigkeit dem gegenwärtigenZustand der Dinge gegenüber doch die meisten einig sind,auf dem Wege des Großpreußentums ergriffen, als wennwir sie auf dem Wege der Reichspolitik nähmen, offenund unter anerkanntem Einflüsse unsrer Bundesgenossenim Reich. Ich kann die Theorie, die der Herr Vorrednerdarüber entwickelte, doch gegen die Bezeichnung einesGroßpreußentums nicht in Schutz nehmen, obschon er sichdagegen verwahren wollte. Das ist es ja eben, was ichvermeiden möchte, daß ein einzelner Bundesstaat, der
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