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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Die Landtagssession von 1876.

uns dieselbe bewilligen oder vorenthalten. Ich hoffe daselftere, damit ein erster Schritt auf einer Bahn geschehe,die wohl bei meinen Lebzeiten, ich kann wohl sagen, beiunfern Lebzeiten, nicht ganz zu Ende gegangen wird.Aber mag die Entwickelung noch so langsam sein, unternoch so großen Kämpfen vor sich gehen, was ist dennWichtigeres jemals anders zustande gekommen, als mitKämpfen und gerade durch Kämpfe. Mögen diese noch sogroß, mögen sie noch so schwierig sein, wir werden im Be-wußtsein des guten Zieles, das wir verfolgen, nicht da-vor zurückschrecken und werden auch nicht erlahmen undentmutigt werden, weil ich überzeugt bin, daß, wenneines an sich richtigen Gedankens — und dafür halteich ihn — sich bei uns die öffentliche Meinung einmalbemächtigt hat, er nicht eher von der Tagesordnungverschwinden wird, als bis er sich verwirklicht hat, alsbis mit andern Worten die Neichsverfassung, als derenStellvertreter ich vor Ihnen stehe, zu einer Wahrheitwird, auch in ihrem Eisenbahnartikel! (Lebhaftes Bravo!)

Die Sitzung wurde hierauf vertagt.

8. Meinungsverschiedenheiten im Ministerium.

29. April 1876.

Die Eisenbahnvorlage gelangte in der 45. Sitzung des Ab-geordnetenhauses am 29. April zur zweiten Beratung. In seinerPolemik gegen das Gesetz deutete der Abgeordnete Virchow ver-schiedentlich an, es komme ihm vor, als ob der Ministerpräsidentin dieser Frage nicht überall gleicher Meinung sei, wie andre Mit-glieder des Ministeriums. „Oder will," fragte er unter anderni,„der Herr Handelsminister zugestehen, daß der Herr Ministerpräsi-dent recht hat zu sagen, er habe sich vollständig darin getäuscht,