Die Uebertragung der preuß. Eisenbahnen auf das Reich. 121
auf dem Wege, den meines Erachtens das Reich gehenwird, wenn es unsre Staatsbahnen annimmt, — daßauf diesem Wege das preußische Ministerium schon jetztoder bald — ich glaube, die Gelegenheiten sind jetzt ehergünstig, als nachteilig — vorwärts ginge und solcheVerbindungen anknüpft, durch die wir in den Stand ge-setzt würden, in einer nächsten Sitzung bereits Vorlagenzu machen von Verträgen, die vielleicht von Preußen ab-zuschließen wären, um die Masse, die demnächst an dasReich überzugehen hat, zu vermehren, eventuell den preußi-schen Staatsbesitz zu steigern. Es ist das eine Frage,die uns heute nicht beschäftigt, ich erwähne sie eben nur,um meiner Stellung zur Sache und meiner Auffassungvon den Eventualitäten der Zukunft damit einen Aus-druck zu geben, zugleich aber auch, um Ihnen und nament-lich außerhalb dieses Hauses einen Eindruck von demTempo zu geben, in dem wir die Sache auffassen, welchesjedenfalls kein stürmisches ist, sondern ein langsames undruhiges. Wir sind der Meinung, Schritt für Schritt indieser Vergrößerung vorzugehen, nichts zu übereilen,nichts zu drängen, nichts zu ernsthaften und feindlichenFragen zuzuspitzen, sondern die Sache eben wie eine reinwirtschaftliche zu behandeln, bei der ein gewaltsamerDruck nach keiner Seite geübt wird. Erschwert wird unsdie Regelung der wirtschaftlichen Fragen wesentlich da-durch, daß ja die politischen Parteien, mit denen wires im Reich zu thun haben, diese Frage wie jedenach ihrer Art ausbeuten. Materielle Interessen stehenuns auch entgegen, nicht sowohl die der Aktionäre, dieja bei dem sich fortwährend vermindernden Wert derEisenbahnen, glaube ich, nicht sehr unglücklich sein wür-den, wenn es einen Moment gibt, wo dieser Verminde-