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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
Entstehung
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Die Uebertragung der preuß. Eisenbahnen auf das Reich. 119

sollte, als die der französischen Bahnen gegenüber denSchweizern oder Belgiern in ihrem Bahnbetriebe, dassehe ich nicht ein. Ich halte also diese Befürchtung füreine unbegründete.

Die Abhilfe der Schäden, an denen meiner Ueber-zeugung nach die preußischen Eisenbahnen laborieren,könnten ja in einer sehr einfachen Weise auf rein preußi-schem Gebiet durch allmähliche Vergrößerung der Staats-bahnen erfolgen, indem vielleicht die Eisenbahnverwaltungselbständiger gestellt würde, als bisher, ein vollständigunabhängiges eignes Eisenbahnministerium, und diesesgenerell ermächtigt, solche Verträge, die passend scheinen,mit Privatbahnen abzuschließen und bei der jedesmaligenSitzung dem Landtag zu unterbreiten. Das wäre jaeine sehr einfache Operation, wenn wir nicht in demReichsverbande ständen und unter der Herrschaft derReichsverfassung. Angesichts der Verpflichtung, die wirdem Reiche gegenüber haben, halte ich es aber, solange uns die Möglichkeit gegeben wird, füreine Pflicht, zuerst die Macht des Reichs undnicht die eines Großpreußentums zu erstreben,den stärksten Staat im Reich, soweit wir es hindernkönnen, auch auf wirtschaftlichem Gebiet nicht noch mehrUebergewicht gewinnen zu lasten, sondern die Elementedazu dem Reich anzubieten. Die Reichsverfassung kannmeines Erachtens nur auf diesem Wege zu einer Wahrheitwerden; nicht sehr schnell wahrscheinlich: selbst wenn Sieuns, meine Herren, die Vollmacht erteilen, vor denReichstag zu treten, glaube ich, würde das Resultat,welches wir bei dem Reichstage erlangen würden, dochimmerhin erst in der Landtagssession des nächsten Jahresunterbreitet werden. Ist das Resultat ein negatives.