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Die Landtagssession von 1876.
haben wird; für den Augenblick will ich nur eine irr-tümliche Angabe berichtigen, die der Herr Vorredner vormeinem Eintritt in das Haus gemacht hat, wie ich höre,und die den allgemein beklagten Rücktritt des MinistersDelbrück betrifft.
Es ist durchaus unrichtig, und auch nicht ein Schat-ten von Wirklichkeit liegt dafür vor, wenn man diesebeklagenswerte Aenderung in unserm Personalbeständemit irgend einer politischen und sachlichen Frage in Ver-bindung bringt. Daß, wie an jedes Ereignis, so auchan dieses die tendenziöse Erfindung, die politische Aus-schmückung, das Sensationsbedürfnis sich hängen würden,war ja vorauszusehen; ich kann aber versichern, und ichwürde es nicht versichern dürfen, wenn ich nicht sicherwäre, daß das Zeugnis des Herrn Ministers Delbrückdas meinige bekräftigen wird, daß zwischen ihm undSeiner Majestät demKaiser, zwischen ihm undmir auch nicht ein Schatten von einer Mei-nungsverschiedenheit über irgend eine derschwebenden Fragen zu Tage getreten ist. (Hört!Hört!)
Der Minister Delbrück hatte, wie Ihnen allen be-kannt ist, in solchen Fällen den Mut seiner Meinung undverschwieg sie nicht. Wir sind oft verschiedener Ansichtgewesen, und da es sich meist um Dinge handelte, dieer besser verstand als ich, so bin ich oft in der Lage ge-wesen, seiner besseren Einsicht nachzugeben; er würdealso, wenn er in irgend einer wichtigen Sache, wiebeispielsweise in dieser, mit mir andrer Meinung ge-wesen wäre, nicht stillschweigend das Schlachtfeld geräumthaben, sondern er würde seine abweichende Meinung aus-gesprochen haben. Ich habe mit ihm 25 Jahre lang ge-