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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Der Rücktritt des Ministers Delbrück.

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will, die er lieber hört, so bin ich gern bereit, für dieZukunft mich derselben zu bedienen. (Heiterkeit.)

Das Gesetz über die Vereinigung Lauenbur gs mitPreußen wurde nun endlich nach dem Regierungsentwurfdefinitiv angenommen.

6. Der Rücktritt des Ministers Delbrück.

26. April l876.

In der 42. Sitzung des Hauses der Abgeordneten, am26. April, stand der Gesetzentwurf, betreffend die „Uebertragungder Eigentums- und sonstigen Rechte des Staats an Eisenbahnenauf das Reich" zur ersten Beratung. Als erster Gegner derVorlage meldete sich der Abgeordnete Eugen Richter, welcher die-selbe in mehrstündiger Rede mit einem starken Aufgebote politischerund wirtschaftlicher Gründe bekämpfte. Unter anderm bezog er sichauf den soeben erfolgten Rücktritt des Präsidenten des Reichs-kanzleramts, Staatsministers Delbrück, welchen er als äußeres Merk-zeichen für die Meinungsverschiedenheit desselben mit dem Reichs-kanzler in der Frage der Zoll- und Eisenbahnpolitik hinstellte:„Ominös ist es jedenfalls, daß in dem Augenblick, wo hier angeb-lich eine neue deutsche Zollvereinspolitik, eine neue Glanzepocheinauguriert werden soll, gerade derjenige Man» dem Fürsten Bis-marck den Rücken gekehrt hat, von dem man, man mag politischerFreund oder Gegner gewesen sein, anerkennen muß, daß er seitJahrzehnten mit Ueberzeugungstreue, mit einer Sachkenntnis, dienicht ersetzt werden kann, mit Glück die Fahne der nationalen Zoll-vereinspolittk hochgehalten hat, wie sie den besten Traditionen despreußischen Staats, den besten Traditionen des altbewährten preußi-schen Beamtentums entsprochen hat." Der Reichskanzler warim Hause noch nicht anwesend, als der Redner diese Worte sprach,er erhob sich sofort, nachdem derselbe geendet:

Ich behalte mir vor, über die Sache selbst zusprechen, nachdem der Herr Ressortminister sich geäußert